Kantonalschützenfest in ZUG

Am Freitag fuhren wir Richtung ZUG, ans Kantonale, zuerst nach Neuheim, dem Festzentrum, zur Waffenkontrolle und den Mutationen. Im Anschluss führte uns unser Chauffeur zur Jugendherberge, wo wir aber noch nicht einchecken konnten. Es galt dann bei der herrschenden Wärme im See zu baden. Auf dem Campingplatz am See gab es etwas Kleines gegen den Hunger und Durst.

Wächter am Pulverturm

Die nächste Station war dann eine Führung im Pulverturm. Dort wurden wir von den uniformierten Wächtern des Turmes, den Vertretern des „Grossen, Allmächtiger und Unüberwindlicher Rat von Zug“ (GAUR), in ihren traditionellen Uniformen, bewaffnet mit Schwertern und Helebarden, begrüsst (siehe Bilder). Beim Apéro und der exzellenten Führung durch Max Landtving (alt Reichsschultheiss) durch den Pulverturm, erfuhren wir viel interessantes über die Ehrengesellschaft GAUR und die Geschichte von Zug. Als Bhaltis erhielt jeder überraschend auch noch einen kleinen, gläsernen Flachmann mit Zuger Kirsch.

in der Kirschtorten-Bäckerei

Als nächste Station führte uns Max Landtwing ins Zentrum von Zug zur Bäckerei Treichler. Um 15:30 Uhr wurden wir bei einer Führung durch die Backstube, über die Geschichte und die Entstehung der Zuger-Kirschtorte informiert. Selbstverständlich gab es auch ein Versucherli. Der Himmel hatte sich in der Zwischenzeit sehr stark verdunkelt und es kündigte sich ein Gewitter an. Als wir in der Backstube standen, hörten wir von draussen, dass es sehr stark regnete. Zum Schluss der Führung erhielt noch Jeder einen Gutschein zum vergünstigten Einkauf einer Kirschtorte.

Nach der Führung, so gegen 17:45 Uhr führte uns unser Chauffeur mit dem VIP-Bus zur Jugendherberge. Das Gewitter war längst vorbei und die Sonne heizte schon wieder ein. Auf der Fahrt sahen wir in einer grösseren Wohnsiedlung, dass dort fast alle Jungbäume umgekippt waren. Wir fragten uns noch, ob die wohl schlecht eingepflanzt waren oder wieso die umgestürzt waren. Wir hörten dann, dass ein kurzes, heftiges Gewitter über Zug hinweg gefegt sei. Selbst bei unserer Jugendherberge ist ein grosser Ast einer Föhre abgerissen worden.

das Essen war sehr gut zubereitet

Es galt dann schnell die Zimmer zu beziehen, sich etwas frisch zu machen und uns dann auf das Abendessen zu freuen. Max Landtwing führte uns ins Restaurant „Rütli“ in Zug. Weil es ja am späteren Nachmittag geregnet hat, wurde uns drinnen ein gutes Essen serviert und das erst noch à la carte. Wie schon geschrieben, schien die Sonne so stark, dass es im Raum immer wärmer wurde. Als kleine Geste offerierte uns die Wirtin dann zum Abschluss noch draussen ein Getränk. Nachdem Fabian den Bus in die Unterkunft stellte und durch die Rütli-Wirtin wieder zurück gebracht wurde, ging unser Nachtspaziergang mit Max Landtwing noch durch die Altstadt von Zug und dann zu späterer Stunde zurück in unsere Unterkunft. Da wir unsere Rangeure am Samstag erst ab 10:45 Uhr geplant haben, konnten wir doch einigermassen etwas „aus“-schlafen.

am Samstag auf dem Schiessplatz nahe am See

Der Samstag galt dem Schiesswettkampf. Das Wetter war bedeckt und sehr angenehm. Wind- und Lichtverhältnisse entsprachen auch unseren Spitzenschützen. Was wir aber beim Schiessplatz sahen, zeigte die Gewalt vom Gewitter vom Vortag. Da lagen verschiedene Bäume und abgebrochene Äste auf dem Boden. Wir hörten auch von den Organisatoren, dass selbst die Warner-Kinder ganz nass wurden durch den kurzen heftigen Sturm. Die Gewehrschützen haben gute Resultate erreicht und mit einer hohen Kranzquote abgeschnitten. Die Pistolenschütze müssen doch noch etwas besser üben. (siehe Resultatsliste)

im Formations-Flug

Um 17:00 Uhr waren alle mit ihrem Schiessprogramm fertig, gerade zur rechten Zeit um der Show der Flugstaffel zu zusehen, denn am Abend stand ein Seefest in Zug bevor. Die Wolken haben sich auch wieder etwas verzogen und die Sonne blickte wieder besser hervor. Ein schöner Abend stand uns bevor.

Auch wenn wir nach der Rückkehr in die Jugendherberge überrascht wurden durch den Hinweis, dass wir nur noch ein 6-Bett-Zimmer gebucht hätten, fanden wir unsere ganzen Privatsachen in einem anderen Zimmer wieder. Schlussendlich hatten alle ein Bett zum Schlafen und so konnten wir uns auf den Abend freuen.

Kapaun, ein kastrierter, junger Hahn

Wie abgemacht, holte uns Max Landtwing um 18:45  Uhr ab und lotste unseren Chauffeur den Berg hinauf ins Restaurant Blasenberg. Dort erwartete uns ein ganz spezielles Essen. Es gab das berühmte Essen Kapaun. Kapaun ist ein geschnittener (kastrierter) Hahn. Er wiegt pfannenfertig 1,8 – 2,8 kg und ist zwischen 8 – 10 Wochen alt. Das Essen war wirklich ausgezeichnet. Um 22:30 Uhr konnten wir von oben herab das Feuerwerk auf dem See bewundern. Wir fuhren zur Unterkunft wo sich die gemeinsamen Wege trennten. Ein harter Kern ging dann noch mit unserem Zuger-Anführer ins Zentrum ans Seefest.

Da wir am Sonntag nur noch ins Zentrum zur Abrechnung verschieben mussten und das Wetter sehr bedeckt und trübe war, entschieden wir uns, das Baden im See auszulassen. Nach der Abrechnung führen wir langsam zurück nach Bettingen und trafen uns  noch zu einem Abschluss-Trunk.

Der ganze Anlass darf dank dem grossen Engagement von Mägge Thoma und Peter Keller als sehr gelungen bezeichnet werden und wird sicher in Erinnerung bleiben. Etwas schade ist nur, dass die Teilnehmerzahl eher klein war.

Als Vorabinfo können wir heute schon empfehlen, sich den 15.-17. Juni 2018 zu reservieren. Wenn alles klappt, werden wir im nächsten Jahr ans Bündner Kantonalschützenfest fahren.

Berichtverfasser Peter Keller

KSF-ZUG Resultate FS Bettingen

Resultatsübersicht Zuger Kantonales  (unter Kantonalschützenfest Zug „Suchen“ anklicken und dann unter „Verein suchen“ und „Bettingen“ eingeben)

Bilder